Leben in Bruck um 1900

Das Handwerksbürgertum prägte die Brucker Gesellschaft der Jahrhundertwende. Daneben gab es in der Marktgemeinde mit ihren Staatsbehörden und Ämtern zahlreiche Beamte und Angestellte. Da Industriebetriebe fehlten, bestand nur ein kleiner Teil der Bevölkerung aus Arbeitern. Die Oberschicht bildeten leitende Beamte, Juristen, Ärzte, Apotheker und Offiziere.


Pflichten des Alltags

Strenge, gesellschaftliche Vorschriften regelten den Alltag mit seinen Pflichten. Der Mann, unangefochtenes Oberhaupt der Familie, sicherte den Lebensunterhalt. Als wichtigste Pflicht der Frau galt es, für zahlreiche Nachkommen zu sorgen und den Haushalt zu führen. Den Alltag der Kinder bestimmten Schule und häusliche Pflichten, in ärmeren Familien aber auch regelmäßige Arbeit.


Feiertag und Feierabend

Sonn- und Feiertage waren geprägt durch selbstverständliche religiöse Pflichten. Man nützte sie jedoch auch für Ausflüge, Wirtshausbesuche, Tanz und andere populäre Freizeitvergnügen. Den Feierabend verbrachten die Bürger meist daheim im Kreise der Familie. Einen Teil ihrer freien Zeit widmeten sie dem lebhaften Vereinsleben und gesellschaftlichen Veranstaltungen.


Alltag im Krieg

Der Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 veränderte auch das Leben in Bruck entscheidend. Es war nun vor allem geprägt von Ängsten um die Angehörigen im Feld, von Mangel und Not. Frauen füllten die Lücken, die durch den Kriegseinsatz der Männer entstanden. Sie sorgten für den Familienunterhalt, führten Betriebe und arbeiteten in vielen Positionen des öffentlichen Lebens.

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